Radonschutz in bestehenden Gebäuden

In vorhergehenden Artikeln haben wir Lösungen zum Schutz vor Radongas in Neubauten dargestellt. Konfrontieren wir den Fall von Radonproblemen in schon bestehenden Gebäuden, gibt es zwei verschiedene Methoden der Bekämpfung: lüften oder isolieren.

gas-radon-edificios-existentes

Zum Erstellen dieses Artikels haben wir die Doktorarbeit, 'Estudio experimental sobre la efectividad y la viabilidad de distintas soluciones constructivas para reducir la concentración de gas radón en edificaciones' ( Experimentelle Studie zur Wirksamkeit und Durchführbarkeit verschiedener konstruktiver Lösungen zur Reduzierung der Radongaskonzentration in Gebäuden) von Dr Borja Frutos Vázquez von der Polytechnischen Universität in Madrid, hinzugezogen.

Weitere Daten stammen von Forschungsergebnissen von Synthesia Technology bezüglich dem Polyurethansystem S-35RGB-ECO, ein geschlossenzelliges Polyurethansystem,  das als Radonschutz fungiert.

 

Konstruktive Lösungen zur Radongasreduzierung in bestehenden Gebäuden

Es bestehen zwei Mֲöglichkeiten zur Radongasreduzierung im Inneren eines schon bestehenden Gebäudes: duch Lüftung oder duch das Anbringen einer Radonschutzbarriere.

 

Lüftungsmethoden zum Radonschutz

Die Korrekturmaßnahmen, die bei bereits errichteten Gebäuden ergriffen werden können, sind:

  • Natürliche Extraktion durch Zentral- und Außenschächte.
  • Natürliche Extraktion durch Zentralschächte.
  • Natürliche Extraktion durch Außenschächte.

Andere Maßnahmen, die als "nicht korrigierend" betrachtet werden, die aber mit Extraktion verknüpft sind, sind:

  • Gezwungene Entnahme (56 W) durch 1en Schacht (Zentral).
  • Gezwungene Entnahme (80 W) durch 1en Schacht (Zentral).
  • Gezwungene Entnahme (80 W) durch 1en Schacht (Außen).
  • Druckzwang (80 W) durch 1en Schacht(Zentral).

 

Anti-Radonschicht mit Polyurethan

In verschiedenen Studien werden Polyurethan-Antiradonsperren als Alternative zur Belüftung verwendet. Die erhaltenen Ergebnisse sind ein Beispiel für die Abdichtungskraft dieses Materials.

In einem Beispiel mit einer Ausgangssituation von Radongasanwesenheit von 39.385 Bq/m3 im Untergeschoss bzw. 6.855 Bq/m3 im ersten Stock, konnte eine Reduzierung auf 1.446 Bq/m3 bzw. 434 Bq/m3 mit dem Auftragen einer Polyurethan-Antiradonschicht mit einer Dichte von 1.000kg/m3,erreicht werden.

Und lassen Sie uns nicht vergessen, dass Polyurethan zusätzlich eine Wärmedämmungsfunktion bietet.

 

Polyurethan- Antiradonschicht: Der Fall des Systems S-35RGB-ECO

Das Polyurethansystem S-35RGB- ECO bietet ein hervorragendes Sperrverhalten gegenüber Radon. Weiteres zu diesem System:

  • Es wird ohne HFC erstellt und trägt somit nur ein minimales Risiko der Erderwärmung. Auch schadet es der Ozonschicht nicht.  
  • Es hat einen Wärmeleitkoeffizienten von 0.020W/mK - 0.027W/mK.
  • Es hat die Brandverhalten- Klassifizierung der Euroclase E.

 

Sie können den Artikel über dieses System lesen oder das Video eines Beispiels der Anwendung zur Isolierung einer Lagerhalle in Norwegen, herunterladen:

DOWNLOAD. Video superinsulation eco spray foam system

Verwandte Artikel

Einen Kommentar hinterlassen

VORGESTELLTERARTIKEL

 

Das Brandverhalten von Polyurethan: falsche Mythen

Das Brandverhalten von Polyurethan: falsche Mythen

Im Folgenden werden wir eine Reihe von Daten und wissenschaftlichen Studien, die diese falschen Annahmen über das Brandverhalten von Polyurethan zerlegen, zusammenstellen.

Mehr lesen

MEISTBESUCHTER ARTIKEL