Polyurethansysteme für den Bau und Industrie

Wärmebrücken in Passivhäusern

Passivhäuser müssen hohe Ansprüche erfüllen, wenn es um Wärmedämmung und hermetische Abdichtung  des Gebäudes geht. Mit dem Erschaffen einer möglichst linearen Gebäudehülle, vermeiden wir unerwünschte Luftinfiltrationen. Zum Erreichen dieses Zieles, ist es notwendig,  den Schwachstellen, wo Wärmebrücken existieren könnten, besondere Aufmerksamkeit zu schenken.  

puentes-termicos-en-casas-pasivas

 

Was ist eine Wärmebrücke

Man spricht von einer Wärmebrücke wenn Unterschiede in der Isolierungskraft dort auftreten wo die durchgehende Isolierung der Gebäudehülle unterbrochen wird.  Dies ist auf verschiedene Faktoren, unter anderem den Änderungen der Wärmetransmissionsgrade zwischen verschiedenen Bauelementen, zurückzuführen.

Sie werden wie folgt definiert:

Zonen in der thermischen Gebäudehülle, wo sich Unregelmäßigkeiten in der Konstruktion aufzeigen, sei es durch Dickeunterschiede in der Hülle oder aufgrund der verwendeten Materialien, durch vollständige oder teilweisige Durchdringung von Bauelementen mit verschiedenen Leitfähigkeiten oder auch durch Unterschiede zwischen den Aussen- und Innenbereichen usw. Folglich ist eine Verringerung des Wärmewiederstandes im Bezug auf den Rest der Hülle.

 

Zwei unvereinbare Konzepte: Passivhäuser und Wärmebrücken

Im folgenden, von 'Casa Pasiva' ausgeführtem Beispiel, können wir den tatsächlichen Einfluss von Wärmebrücken auf den Energieverbrauch eines Gebäudes beobachten:

puentes térmicos

 

HÜLLENBEREICH OBERFLÄCHE LEITFÄHIGKEIT ENERGIEVERLUST
DACH 50 m2

 0,35W / m2K

 700 Kw / m2 jährlich

FASSADE 180 m2

 0,35W / m2K

 2520 Kw / m2 jährlich

BODENBEDECKUNG 35 m2 0,4W / m2K 7560 Kw / m2 jährlich
     

 3780 Kw / m2 jährlich

WÄRMEBRÜCKE

 OBERFLÄCHE

ENERGIEVERLUST
WB DECKENANSCHLUSS

 45 ml

 0,4 W / mK

720 Kw /m2 jährlich
WB DACHÜBERGANG

 

15 ml

 

0,4 W / mK
240 Kw /m2  jährlich
WB SOCKELBEREICH

 14 ml

 0,2 W / mK

112 Kw /m2  jährlich
BODENBEDECKUNG 12 ml 0,2 W / mK  96 Kw /m2   jährlich
     

 1168 Kw /m2 jährlich

Wärmebrücken haben einen Einfluss von 24 %

 

Aus diesem Beispiel können wir schliessen, dass selbst wenn es sich um relativ milde Wärmebrücken handelt, haben sie einen Einfluss von 24% auf den Gesamtverbrauch des Gebäudes. Mit schlimmeren Wärmebrücken kann dieser Wert auf 35% und 40% des Gebäudes steigen.

In traditioneller Architektur existieren große Probleme mit Wärmebrücken, da man sich über Verstärkungsmaßnahmen nicht bewusst war und auch detaillierte Studien über Lösungen für Übergänge nicht ausgeführt wurden. Die Kreuzungspunkte des Fassadenmauerwerks mit den Sockelbereichen, sind als 'Kaltpunkte' bekannt, wo Energie verloren geht und das Risiko der Kondensation besteht.

Puentes térmicos

Diese Energieverluste müssen nicht nur durch extra Kosten zur Klimatisierung des Gebäudes, sondern auch durch Komfortverlust im Inneren kompensiert werden. Beide Konzepte sind mit der Definition des Passivhauses nicht vereinbar:

Passivhäuser sind Konstruktionen, die den Energiebedarf zum Wärmen und Kühlen des Gebäudes um bis zu 75%, im Vergleich zu konventionellen Bauten, zu reduzieren anstreben. 

 

Bekämpfung von Wärmebrücken um ein Passivhaus zu bekommen

Die Kombination von abhandenen Wärmebrücken, optimaler Wärmedämmung und hermetischer Abdichtung, kann mit einem Material wie Polyurethan erreicht werden. Dies ist dadurch möglich, dass eine kontinuierliche Isolierschicht der Gebäudehülle, Wärmebrücken vermeidet und volumetrische Luftdichtigkeit erzeugt.

Die häufigsten "Kaltpunkte", für die Polyurethan eine optimale konstruktive Lösung ist, sind folgende:

  • Übergänge von Fassade zur Fassadenunterkonstruktion

    • Polyurethanisolierung der Innenseite . Man sollte die Polyurethanprojektion zu 30cm sowohl auf der Ober- wie auch der Unterseite der Unterkonstruktion erweitern, um die, auf Unterkonstruktionsfronten implizierten Wärmebrücken, zu korrigieren.

Wenn möglich, können Wärmebrücken durch Vezögerung des Positionierens von Unterkonstruktion und Säulenaussenverkleidung vermieden werden, indem die Isolierung auf die Aussenseite der Gebäudehülle, die beiden unterliegt, projiziert wird. 

    • Außenisolierung mit projiziertem  Polyurethan.

 

  • Übergänge von Fassaden zu Säulen. Probleme, mit in Fassaden wie in Säulen integrierten Wärmebrücken, zu lösen, ist einfach und schnell mit Polyurethan.  Es reicht aus, die Projektion um das Element herum , unabhängig von seiner Form, zu erweitern. Die Wärmebrücke kann mit weniger Dicke als die die restliche Gebäudehülle hat, behoben werden, solange sie mindesten 20mm Stärke hat.

  • Zimmerei. Bei Rolläden und Außenjalousie-Kästen, die ungünstige Wärmeschutzbedingungen haben, ist es empfehlenswert sicherzustellen, dass Fugen zwischen den verschiedenen Materialien mit projiziertem Schaum abgedeckt werden.

Polyurethanhartschaum, dessen Nachfrage zwischen 2000 und 2012 um 240% gestiegen ist, ist das effektivste und langlebigste Wärmedämm-Material im Kampf gegen Wärmebrücken.  

 

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Katalog von Systemen zur Termischen und Akustischen Isolierung

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